info Icon© Andreas Gregor/ Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Neues aus dem Freundeskreis Auftaktveranstaltung im Jüdischen Zentrum: Der Freundeskreis in München nimmt seine Arbeit unter neuer Leitung auf

Die Pandemie lässt Veranstaltungen nach langer Zeit und unter besonderen Auflagen wieder zu. Der Freundeskreis München war glücklich darüber, denn nicht nur die inneren Gespräche sondern auch die Kontaktpflege nach außen waren lange Zeit auf der Strecke geblieben. Die Leiterin des Freundeskreises Tutzing in München Barbara Kittelberger – seit Januar 2021 in diesem Amt – lud in ihrer ersten Veranstaltung am 07. Juli zum Wiedersehen in das Jüdische Zentrum am Münchner Jakobsplatz ein

Die Pandemie lässt Veranstaltungen nach langer Zeit und unter besonderen Auflagen wieder zu. Der Freundeskreis München war glücklich darüber, denn nicht nur die inneren Gespräche, sondern auch die Kontaktpflege nach außen waren lange Zeit auf der Strecke geblieben. Die Leiterin des Freundeskreises Tutzing in München Barbara Kittelberger – seit Januar 2021 in diesem Amt – lud in ihrer ersten Veranstaltung am 07. Juli zum Wiedersehen in das Jüdische Zentrum am Münchner Jakobsplatz ein.

​Die Synagogenführung mit Ellen Presser bot durchaus sehr Besonderes, z.B. einen seltenen Blick in den sonst verborgenen Thoraschrein. Dr. h.c. Charlotte Knobloch Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayerns begrüßte die Mitglieder des Freundeskreises im Hubert Burda-Saal – viele von ihnen nicht zum ersten Mal. Auch Barbara Kittelberger hat in ihrer Zeit als Stadtdekanin den erfolgreichen Dialog in dieser Stadt frühzeitig unterstützt. Inmitten des Jubiläums zur 1700 jährigen Geschichte des Judentums in Deutschland war eine Stimmung von Vertrautheit und Dankbarkeit schnell entfacht.

​Seit der letzten Begegnung des Örtlichen Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing in München mit Charlotte Knobloch im Jahr 2012, sind Juden und Jüdinnen in Deutschland im Stadtzentrum zwar sichtbarer, aber nicht sicherer geworden. Charlotte Knobloch nahm die Veranstaltung zum Anlass für klare Worte. In Vortrag und Diskussion: Auch heute gäbe es keine Normalität. Die größte Herausforderung läge heute in der rechtsextremen Verrohung gegenüber der jüdischen Kultur und allem was Offenheit und Demokratie bedeutet. Die jüdische Gemeinschaft sei zum Marker der Demokratie geworden. Deshalb müsse die Jubiläumskampagne vor allem eines leisten: Große Gedanken in konkrete Projekte zu überführen, die die Wachheit des Einzelnen und die Klarheit der Politik noch verlässlicher erzeugen. Jeden Tag neu gelte es, in der Beziehung und Begegnung zu bleiben. Allen Menschen ihre Kultur und Freude zu lassen, sei ein Teil erfolgreichen Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen. „Den Möglichkeiten, voneinander zu lernen, sind insbesondere im Jubiläumsjahr wenig Grenzen gesetzt – nutzen wir sie doch!“, sagt Barbara Kittelberger. Eine Spende für Bildungs- und Begegnungsprojekte des Münchner Freundeskreises an die Kultusgemeinde wird im Herbst dieses Jahres überreicht.

 

Dr. Karin Bergmann, Mitglied im Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing in München