Bild Bedroht und geschützt?

Neues aus dem Freundeskreis Bedroht und geschützt?

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine rückt das Baltikum zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses. Die Abendveranstaltung am 14. April 2026 des Freundeskreises Tutzing geht der Frage nach, inwieweit das Baltikum als Seismograph für Europa gelten kann.

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine rückt das Baltikum zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses. Denn die Menschen dort scheinen einen realistischeren Blick auf ihren Nachbarn im Osten zu haben: Prägende Erfahrung bis 1945 waren Krieg und Unterdrückung durch den Hitler-Stalin-Pakt, danach durch die rigide sowjetische Umsiedlungs-, Enteignungs- und Entprivatisierungspolitik. Alles zusammen führte in einen beispiellosen wirtschaftlichen und politischen Niedergang, der Anfang der 90er Jahre mit der Unabhängigkeitserklärung dieser traditionsreichen Staaten sein Ende fand. Heute sind Litauen, Lettland und Estland Mitglieder der EU und der NATO und zählen – auch aufgrund ihrer grandiosen Aufbauleistung – zu den Vorzeigestaaten des freien Europas. Dennoch ist das Baltikum durch seine Lage und Putins Ziel, die alten Machtverhältnisse vor dem Fall des Eisernen Vorhangs wiederherzustellen, besonders bedroht. Was können wir von den baltischen Staaten lernen? Was von den Menschen und ihrer Zivilgesellschaft? Was von ihrem Geschichtsverständnis und ihrer Politik?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung, zu der die Evangelische Akademie Tutzing und ihr Freundeskreis am Dienstag, 14. April 2026 ins Schloss Tutzing einladen. Willi Stöhr, Pfarrer i.R. und ehemaliger Studienleiter an der Evangelischen Akademie Tutzing, wird den Abend moderieren. Seine Gesprächspartner sind der frühere Korrespondent der ARD für das Baltikum und Nordeuropa, Tilman Bünz, und Günter Gloser, Staatsminister im Auswärtigen Amt a.D..

Anmeldungen erbitten wir bis zum 10. April über das Online-Formular.

Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr).