info Icon© Adobe stock

Neues aus dem Freundeskreis Gemeinsam für Menschen mit Demenz sorgen

Demenz ist Alltag: für Betroffene, ihre An- und Zugehörigen und Pflegekräfte. Sozialräume, Politik, Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen müssen sich dem stellen. Ein Thema, das die ganze Gesellschaft betrifft, erfordert auch gemeinsames Nachdenken und Agieren: Die Evangelische Akademie Tutzing hat deshalb einen Sudientag initiiert, der in Kooperation mit Facheinrichtungen der bayerischen Landeskirche und der Diakonie Bayern konzipiert und organisiert wird. Auch der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing wirkt mit.

„Die Zahl der Menschen mit dementiellen Veränderungen nimmt zu und wird weiter zunehmen, wenn in unserer alternden Gesellschaft zukünftig immer mehr Menschen bei guter körperlicher Verfassung immer älter werden. Das Zusammenleben mit dementiell veränderten Menschen wird Alltag werden, auch abseits spezialisierter Angebote – und das soll auch so sein! Menschen mit Demenz gehören in die Mitte, nicht an den Rand unserer Quartiere, Nachbarschaften, Kommunen und Gemeinden“, sagt der Studienleiter der Evangelischen Akademie Tutzing, Pfarrer Dr. Hendrik Meyer-Magister. Er verantwortet die Themen Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care an der Akademie und hat gemeinsam mit Münchens Stadtdekanin im Ruhestand Barbara Kittelberger und Prof. Dr. Arne Manzeschke (Professor für Anthropologie und Ethik an der Evangelischen Hochschule Nürnberg und Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB) den Studientag geplant und organisiert. Die Veranstalter möchten Wege aufzeigen, wie man gemeinsam für Menschen mit Demenz sorgen kann und was die Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen dazu beitragen können. Beim Studientag sollen zudem Menschen zu Wort kommen, die am jeweiligen Ort in Projekten engagiert sind. Auch weitergehende ethische und kirchentheoretische Reflexionen zur Sorge für Menschen mit und um Demenz werden angesprochen.

Um möglichst viele regionale und lokale Sorgenetzwerke mit dem Angebot zu erreichen, tourt der Studientag durch Bayern. Dem Auftakt macht Weiden i.d.O. am 26. Januar, dann folgen Nördlingen (1. März) und Kulmbach (22. März). Im April geht es in die Landeshauptstadt München (12. April), von dort nach Kaufbeuren (19. April) und schließlich nach Nürnberg (26. April). Vor Ort sind viele Facheinrichtungen beteiligt: in Weiden, Nördlingen und Kulmbach das jeweils zuständige Evangelische Bildungswerk, in München ist die Evangelische Stadtakademie Partnerin, in Kaufbeuren das Netzwerk Pflege, in Nürnberg das Institut für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik der Evangelischen Hochschule Nürnberg.

Und selbstverständlich unterstützt der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing das Projekt ebenfalls: in allen Kommunen der „Tournee“, in denen örtliche Freundeskreise aktiv sind, sind diese Mitgastgeber: in Weiden, Nördlingen, Kulmbach und Kaufbeuren und natürlich im großen örtlichen Freundeskreis in München.

Denn im Freundeskreis weiß man, dass wichtige gesellschaftliche Aufgaben gemeinsames Engagement und intensives Netzwerken erfordern. Gerne und überzeugt ist der Freundeskreis deshalb Kooperationspartner dieses wichtigen Projektes. Barbara Kittelberger formuliert es so: „Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen können ein wichtiger Baustein in den regionalen und lokalen Sorgenetzwerken für Menschen mit Demenz sein. Das erfordert aber die Vernetzung mit anderen Akteuren in den Sozialräumen und eine Sensibilität in allen Arbeitsbereichen für das Thema Demenz!“

(Brigitte Grande)