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Reisen mit dem Freundeskreis

Berlin – Treffpunkt der Kulturen und Religionen

02. - 05. Juli 2024

Studienreise

Inhalt

Berlin, eine weltoffene Stadt! Viele Kulturen und religiös Verfolgte haben hier Zuflucht und Heimat gefunden. Mehr als einhundert Religionsgemeinschaften zählt heute die Hauptstadt. Unsere Reise blickt auf Geschichte und derzeitige Situation des Zusammenlebens und ihre Orte.
Als ausgezeichneter Kenner seiner Heimatstadt wird uns Herr Dr. Wolther von Kieseritzky zu den geplanten Stationen in Berlin führen. Er ist Historiker und Buchautor, der sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte der Demokratie und des Liberalismus sowie der Berliner und Brandenburgischen Landesgeschichte beschäftigt.

Programm

1. Tag: Dienstag 02.07.24

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Anreise mit der Bahn von München nach Berlin (Abfahrt 9:55 Uhr)
Transfer mit dem Bus vom Hauptbahnhof zum Hotel und Check-In. Treffen mit Herrn Dr. von Kieseritzky. Erste Besichtigungen in Berlin Zentrum ab/bis Hotel im Zentrum zu Fuß. Gang zur St. Hedwigs Kathedrale. Friedrich der Große ließ den Rundbau ab 1747 im Stil des Friderizianischen Rokoko erbauen. Sie war die erste katholische Kirche, die in der Residenzstadt Friedrichs des Großen nach der Reformation errichtet werden durfte. Die Kathedrale ist seit Gründung des Bistums Berlin im Jahre 1930 Bischofskirche. Besuch der nach dem 2. Weltkrieg wieder errichteten Kirche. (nach Sanierung Wiedereröffnung für 2024 geplant) Weiter geht es zur Museumsinsel mit dem neuen alten Berliner Schloss, heute Humboldt-Forum, dem Berliner Dom, dem Alten Museum bis zur Alten Nationalgalerie als unwiderstehlichem Kunsttempel für die Malerstars des 19.Jh. Abschied von der atemberaubenden Kulisse der Berliner Museumsinsel und Rückblick auf den Aufstieg und Untergang der Hohenzollern, auf die Künstler, Baumeister und Menschen der Epoche und die Spuren, die sie für uns und Europa bis heute hinterließen. Abendessen (gemeinsam im Restaurant) und Übernachtung Berlin.

2. Tag: Mittwoch 03.07.24

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Fahrt mit dem Bus zum Columbiadamm und Besuch des 1866 errichteten Türkisch-Islamischen Friedhofs, der ältesten islamischen Begräbnisstätte Deutschlands. Führung durch das Friedhofsgelände mit den wichtigsten Stationen. Anschließend Fahrt zur Wilmersdorfer Moschee (auch als Berliner oder Indischer Moschee bekannt) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und Besichtigung. Die Moschee wurde von der damals noch in Britisch-Indien ansässigen Lahore Ahmadiya Bewegung in der Zeit von 1924 bis 1928 errichtet, um für die in Berlin ansässigen Muslime einen würdigen Gebetsort zu schaffen. Der Berliner Architekt Karl Alfred Herrmann nahm sich als Vorbild das Taj Mahal, das dem sog. indischen Mogulstil nachempfunden ist. Rückfahrt mit dem Bus ins Zentrum zum Gendarmenmarkt und Mittagspause. Anschließend Spaziergang über den Gendarmenmarkt, einem der schönsten Plätze in Berlin. Mit dem Französischen Dom, Deutschen Dom und dem Schauspielhaus bildet er ein einmaliges Bauensemble. Der französische Dom ist ein prächtiger Kuppelturm, der zwischen 1780-1785 an die 80 Jahre ältere Französische Friedrichstadtkirche angebaut wurde. Der preußische König Friedrich II. hat den Dom im Stil des Barocks errichten lassen. Von der Aussichtsplattform genießt man einen herrlichen Blick über Berlin-Mitte. Der Dom beherbergt das Hugenottenmuseum. Führung durch die Ausstellungsräume. Das Hugenottenmuseum wurde durch Alfred Sachse im Französischen Dom im Jahr 1935 angelegt. Hier wird einem die Geschichte des französischen Protestantismus sowie die Geschichte der Hugenotten in Berlin und Brandenburg nähergebracht. Im 17.Jh. wanderten unzählige Hugenotten aus Frankreich in Berlin ein. Die Aufnahme der protestantischen Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, die 1685 mit dem Edikt von Potsdam beschlossen wurde, begründete man mit moralischen Überlegungen. Die Aufnahmeländer der Hugenotten in ganz Europa erwarteten sich jedoch, ihre Ländereien nach den verheerenden Folgen des Dreißigjährigen Krieges wieder zu bevölkern. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg versprach sich davon einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung und handelte damit erfolgreich. Der „Große Kurfürst“ bekannte sich zum calvinistischen Glauben und betrieb eine tolerante Religionspolitik. Auch Theodor Fontane stammte aus einer hugenottischen Familie, sein Werk wird aber meist völlig selbstverständlich zum deutschen Kulturerbe gezählt. Spaziergang zurück zum Hotel (ca. 30 Min. oder mit der U-Bahn ca. 5 Min.) Abendessen (in Eigenregie) und Übernachtung Berlin.

3. Tag: Donnerstag 04.07.24

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Fahrt mit dem Bus zur Lindenstraße und Führung durch die Dauerausstellung des Jüdischen Museums. Das Museumsgebäude selbst stellt bereits ein Kunstwerk dar. Die hochmoderne, „dissonante“ Architektur von Daniel Libeskind beeindruckt in hohem Maße. Das Museum präsentiert eine umfangreiche Entdeckungsreise durch zwei Jahrtausende deutsch-jüdischer Vergangenheit und Kulturgeschichte. Führung durch das Museum. Danach Fahrt mit dem Bus zur Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum, das sich in der Oranienburger Straße in der Spandauer Vorstadt befindet. Mittagspause beim Centrum Judaicum. Nach der Mittagspause Führung durch die Dauerausstellung „Tuet auf die Pforten“. Die Neue Synagoge Berlin hat eine ganz besondere Bedeutung für die Geschichte der Juden in Berlin. Seit dem 18. Jh. entwickelte sich die Spandauer Vorstadt zum Zentrum der Berliner Juden. Religiöse Ausrichtung und Praxis in der Neuen Synagoge entsprachen dem liberalen Judentum, das in der zweiten Hälfte des 19. Jh. in Deutschland zur dominierenden Richtung wurde. Die Bauarbeiten für das im maurischen Stil gehaltene Baudenkmal begannen nach der Grundsteinlegung im Jahr 1859 nach den Plänen des berühmten Berliner Architekten Eduard Knoblauch und weiterführend durch den preußischen Hofbaurat und „Architekten des Königs“ Friedrich August Stüler. Zum jüdischen Neujahrsfest 1866 wurde die einst mit 3200 Sitzplätzen größte Synagoge Deutschlands eingeweiht.
Nach dem 2. Weltkrieg und der fast vollständigen Zerstörung begann der Wiederaufbau ab 1988 mit dem vorderen, erhalten gebliebenen Teils durch die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Die Jüdische Gemeinde zu Berlin wurde Anfang der 1990er Jahre als Vorkriegseigentümerin erneut eingesetzt und bezog im Laufe der Zeit Teile des Gebäudes. 1995 erfolgte die Wiedereröffnung als Centrum Judaicum. Heute leuchtet die goldene Kuppel der Synagoge weithin über Berlins Mitte. Es stellt das Zentrum der jüdischen Kultur in Berlin dar und ist zugleich ein Mahnmal, ein wichtiger Ort der Erinnerung. Anschließend Fahrt mit dem Bus nach Berlin Frohnau und Besuch des Buddhistischen Hauses. Inspiriert durch seine Asienreisen und den späteren Übertritt zum Buddhismus, ließ der Arzt und Schriftsteller Paul Dahlke ab 1923 in Berlin ein Zentrum für die buddhistische Religion in Form eines prächtigen Wohnhauses und später einen im japanischen Stil gehaltenen Tempelbau errichten. Die inspirierenden Außenanlagen wurden nach seinen Interpretationen buddhistischer Lehren von ihm selbst verwirklicht. Im Buddhistischen Haus lebten und wirkten in der Vergangenheit international angesehene buddhistische Mönche. Heute gilt es als wichtigste Kultstätte des Buddhismus in Westeuropa. Geführter Rundgang durch die älteste buddhistische Tempelanlage Europas mit Garten und Besuch der Bibliothek. Rückfahrt zum Hotel. Abendessen (gemeinsam im Restaurant) und Übernachtung Berlin.

4. Tag: Freitag 05.07.24

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Vormittags Zeit zur freien Verfügung. Check-Out gegen Mittag. Transfer mit dem Bus zum Hauptbahnhof Berlin und Heimreise mit der Bahn nach München (Abfahrt 16:11 Uhr).

Leistungen

Im Reisepreisenthaltene Leistungen
• Bahnan- und Abreise ab/bis München, 2.Klasse, inkl. Platzreservierung, DB Gruppenticket
• Bustransfer am 1. und 4. Tag Berlin Hbf – Hotel Berlin Mitte – Berlin Hbf
• Busgestellung in Berlin am 2. Tag halbtags und am 3.Tag ganztägig
• 3 Übernachtungen im guten Mittelklassehotel 4* Hotel H+ Hotel in Berlin Mitte www.h-hotels.com
• 3x Frühstück im Hotel (reichhaltiges Frühstücksbuffet)
• 2x Abendessen gemeinsam in einem Restaurant (am 1. Und 3. Tag)
• Ständige Reiseführung in Berlin
• Örtliche Führungen in der Moschee Wilmersdorf, im Hugenottenmuseum, Jüdischen Museum, im Centrum Judaicum und im Buddhistischen Haus Berlin/Frohnau
• Eintrittsgelder lt. Programm
• Sicherungsschein für Pauschalreisen (Reiseveranstalter-Insolvenzversicherung)
• Anfallende Übernachtungssteuer

Nichtenthalten
• 1x Abendessen in Eigenregie am 2. Tag
• Trinkgelder ca. € 4,00 pro Person/Tag für Reiseleiter, Busfahrer und Hotelservice
• Getränke
• Reiserücktrittskostenversicherung
Wir empfehlen den Abschluss einer Reisekostenrücktrittsversicherung!

Zahlungsmodalitäten
Nach Anmeldeschluss erhalten Sie vom Reiseveranstalter ECC-Studienreisen GmbH, Frankfurt, die
Anzahlungsrechnung/Reisebestätigung über 100.- € pro Person. Die Endrechnung erhalten Sie ca. 4
Wochen vor Reisebeginn.

Stornofristen bei Reiserücktritt
Nach dem jederzeit vor Reisebeginn möglichen Reiserücktritt ist der Reisende verpflichtet, eine
Entschädigungspauschale ausgehend vom Gesamtreisepreis zu zahlen. Der Reiseveranstalter
empfiehlt den Rücktritt in Schriftform (auch per E-Mail) zu erklären. Die Höhe der Stornokosten
richtet sich nach dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter.
Ab 90. bis inkl. 61. Tag vor Reisebeginn 5 %
ab 60. bis inkl. 46. Tag vor Reisebeginn 10 %
ab 45. bis inkl. 30. Tag vor Reisebeginn 20 %
ab 29. bis inkl. 8. Tag vor Reisebeginn 60 %
ab 7.Tage vor Reisebeginn bis Reiseantritt 90 %

Preise & Infos

Reisezeitraum 02. - 05. Juli 2024
Mindestteilnehmerzahl: 21 Personen
Anmeldeschluss 26. Februar 2024
Reisepreis
Im DZ für Mitglieder des Freundeskreises p.P. 880,00 €
Im DZ für Nichtmitglieder p.P. 910,00 €
Einzelzimmerzuschlag 150,00 €

Kontakt

Ansprechpartnerin für die Anmeldung:

Maria Kißlinger
Geschäftsführerin des Freundeskreises
Evangelische Akademie Tutzing e.V.

Tel.: 08158 251-130
Fax: 08158 251-150
E-Mail: kisslinger@ev-akademie-tutzing.de

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Reise:

ECC-Studienreisen GmbH, Kirchliches und Kulturelles Reisen
Deutschherrnufer 31, 60594 Frankfurt
Tel.: 069 92 18 79 -0 Fax: 069 92 18 79-79
Internet: www.ecc-studienreisen.de